Craps in deutschen Online-Casinos 2026: Lizenz, Anbieter und Tischgewinne unter der Lupe

Aktuell für September 2026
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Craps ist in Deutschland eine schmale Nische, und das liegt nicht an mangelnder Bekanntheit des Spiels, sondern an der Architektur der hiesigen Glücksspielaufsicht. Wer nach „Craps Online Casino Deutschland“ sucht, stößt auf zwei sehr unterschiedliche Welten: ein paar staatlich konzessionierte Plattformen mit Tischspiel-Erlaubnis auf Landesebene und einen Schwarm internationaler Marken, die das Spiel im Sortiment führen, aber ohne deutsche Genehmigung. Diese Seite trägt beide Seiten zusammen, ohne sie zu vermengen.

Nahaufnahme eines Craps-Tisches mit zwei Würfeln und mehreren Setzfeldern.
Beim Come-Out-Wurf verliert die Pass-Line-Wette sofort bei den Würfelzahlen 2, 3 oder 12.

Stand der Daten: 23 September 2026. Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Spielerschutz: Einzahlungslimits, Sperrdatei und was Craps-Spieler konkret trifft

Craps ist ein Tischspiel, kein Slot. Das klingt nach einer Randnotiz, entscheidet aber darüber, welche Schutzmechanismen überhaupt greifen und welche nur für die Automatenspiele-Regelung der GGL geschrieben wurden. Wer Craps spielt, muss verstehen, welche Bremse ihn tatsächlich abbremst und welche an seinem Tisch einfach nicht existiert.

Das anbieterübergreifende Einzahlungslimit

Das Standardlimit liegt bei 1.000 € pro Monat und gilt additiv über alle Anbieter, bei denen ein Spieler registriert ist. LUGAS, die Limitdatei der GGL, ist die technische Seite dieser Bremse: Jeder lizenzierte Anbieter muss vor einer Einzahlung den aktuellen Saldo abfragen. Wer sein Limit ausgeschöpft hat, wird abgewiesen — egal, ob er auf Slots, Live-Roulette oder einen Craps-Tisch setzen will. Die Anhebung auf bis zu 30.000 € ist nur mit dokumentiertem Einkommens- oder Vermögensnachweis möglich, und der Aufwand ist hoch.

Für Craps-Spieler bedeutet das: Das 1.000 €-Limit wirkt unabhängig vom Spielformat. Es kontingentiert nicht einzelne Wetten, sondern die Liquidität, die überhaupt zur Verfügung steht. Bei Tischspielen mit flachem Hausvorteil kann ein geduldiger Spieler mit 1.000 € lange spielen; bei Wettsystemen, die den Umsatz pro Stunde maximieren, schmilzt das Limit schnell.

OASIS – die zentrale Sperrdatei

OASIS ist die Spielersperrdatei für Deutschland, die seit Juli 2021 in Kraft ist. Wer sich selbst sperren lässt, wird zentral registriert und kann sich nicht mehr bei einem anderen lizenzierten Anbieter anmelden — die Abfrage läuft bei jeder Registrierung und jeder Einzahlung. Die Sperre ist nicht aufgehoben, nur weil der Anbieter wechselt.

Wer auf einer Offshore-Plattform spielt, fällt durch dieses Netz. OASIS ist eine deutsche Infrastruktur, und Anbieter ohne GGL-Erlaubnis sind nicht angeschlossen. Eine Selbstsperre bei einem lizenzierten deutschen Anbieter schützt nicht vor dem Zugriff auf Offshore-Casinos — sie gilt nur im Whitelist-System.

Die Lücke: Offshore-Anbieter tragen keinen dieser Schutzmechanismen

Die Punkte oben — LUGAS-Limit, OASIS-Sperre, die volle KYC vor dem ersten Einsatz — gelten nur für Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Wer auf einer Plattform ohne GGL-Whitelist-Eintrag spielt, hat weder das 1.000 €-Limit, noch eine Sperre, die ihn schützt, wenn er sie selbst auslöst. Das ist kein Restrisiko am Rand; es ist die Standardrealität auf jeder der internationalen Craps-Plattformen im Abschnitt „Anbieter im Vergleich“. Die § 285 StGB-Seite — bis zu sechs Monate oder Geldstrafe für die bloße Teilnahme an nicht erlaubtem Glücksspiel — ist nicht das, was Spieler in der Praxis trifft; die GGL geht gegen Anbieter vor, nicht gegen Einzelteilnehmer. Aber das ist kein Freibrief, und es ist auch keine Schutzarchitektur.

Funktionsweise: Der Come-Out-Wurf und die Logik der Pass-Line

Bevor sich die Frage nach Anbietern, Lizenzen und Limits stellt, muss klar sein, was am Craps-Tisch überhaupt passiert. Die meisten Leser kennen Craps nur vom Hörensagen, und der erste Kontakt mit den Regeln entscheidet, ob das Format überhaupt in Frage kommt.

Nahaufnahme zweier rollender Würfel auf einem grünen Spieltisch.
Beim Come-Out-Wurf gewinnt die Pass-Line-Wette sofort bei einer 7 oder 11.

Der Eröffnungswurf

Jede Runde beginnt mit dem Come-Out-Wurf, dem Wurf des Shooters, bevor ein „Point“ gesetzt ist. Auf diesen Wurf sind drei Ergebnisse möglich:

Die Pass-Line-Wette zahlt 1:1 bei einem Hausvorteil von 1,41 %. Das ist der niedrigste Hausvorteil, den ein Tischspiel in einem Casino durchgängig bietet — niedriger als Roulette (2,70 % europäisch, 5,26 % amerikanisch), niedriger als Blackjack mit Standardregeln. Wer nur eine Wette versteht, ist mit der Pass-Line bedient.

Die Point-Phase

Wurde im Come-Out ein Point gesetzt, würfelt der Shooter weiter. Die Pass-Line-Wette gewinnt, wenn der Point vor einer 7 fällt. Sie verliert, wenn vor dem Point eine 7 fällt („Seven Out“).

Das Entscheidende ist die Asymmetrie der Würfelkombinationen. Eine 7 lässt sich auf sechs Arten würfeln (1-6, 2-5, 3-4, 4-3, 5-2, 6-1); eine 4 nur auf drei (1-3, 2-2, 3-1). Die 7 ist statistisch die häufigste Zahl — daher der 1,41 % Hausvorteil, nicht Null. Das ist der Mechanismus, der das Spiel trägt: nicht eine ausgeklügelte Regel, sondern die Verteilung der Augensummen.

Grundwetten jenseits der Pass-Line

Die Pass-Line ist der Einstieg. Wer das Format verstanden hat, trifft auf eine Familie weiterer Wetten mit sehr unterschiedlichen Profilen:

Die Odds-Wette ist der Schlüssel. Sie ist nur erlaubt als Ergänzung zu einem Grundeinsatz, und ihre Höhe ist je nach Casino gedeckelt — typischerweise auf das 2- bis 10-Fache der Pass-Line. Ein Spieler, der den vollen Odds-Einsatz mitnimmt, kann den effektiven Hausvorteil auf nahe Null drücken, weil die Kombination aus 1,41 %-Grundwette und 0 %-Odds einen Mischvorteil ergibt, der unter 1 % liegt.

Die Prop-Wetten: Wo das Geld schnell schmilzt

Wetten wie Any Seven (4:1, Hausvorteil 16,67 %), Any Craps (Hausvorteil 11,11 %), Hardways (Hausvorteil 9,09–11,11 %) oder „Yo“ (11, Hausvorteil 11,11 %) sind Prop-Wetten. Sie zahlen verlockend, aber der Hausvorteil ist drastisch höher als bei Pass/Don’t-Pass. Wer mit 100 € auf Any Seven spielt, verliert statistisch 16,67 € pro Wette — verglichen mit 1,41 € auf der Pass-Line. Das sind keine Wetten für jemanden, der den Umsatz bewusst steuern will.

Spielauswahl: Welche Anbieter tatsächlich Craps führen

Die Frage „Welches Online-Casino hat Craps?“ hat in Deutschland zwei sehr verschiedene Antworten, je nachdem, ob „Online-Casino“ eine GGL-Erlaubnis für Tischspiele meint oder irgendeinen Anbieter, der das Spiel im Sortiment hat. Die Auswahl ist auf beiden Seiten schmal.

Craps auf staatlich konzessionierten Plattformen

Die GGL-Whitelist führt unter g-id 3 „Online-Casinospiele“ nur fünf Einträge, und alle fünf liegen nicht bei der GGL, sondern auf Landesebene — Merkur Bets Malta, NOVOLINE.DE GmbH, Skill On Net und Tipico Karlsruhe mit Zuständigkeit Schleswig-Holstein sowie die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung mit Zuständigkeit Bayern. Das ist der gesamte genehmigte Markt für Tisch- und Live-Spiele in Deutschland. Auf keiner dieser fünf Plattformen ist Craps bisher als Live-Tisch bestätigt verfügbar. Skill On Net und Merkur Bets führen Roulette und Blackjack; ein Craps-Tisch ist in den gelisteten Spielportfolios nicht ausgewiesen.

Craps auf Offshore-Plattformen

Die internationale Craps-Welt ist breiter. Evolution Gaming listet Craps in seinem Live-Portfolio, und Anbieter wie Ice Casino und Slottica haben das Spiel im Sortiment — jeweils als RNG-Version oder über Live-Streams aus Studios außerhalb Deutschlands. Diese Plattformen sind nicht in der GGL-Whitelist geführt, tragen keine deutsche Erlaubnis und sind nicht an OASIS oder LUGAS angeschlossen. Sie sind für Spieler mit Wohnsitz in Deutschland kein zugelassenes Angebot.

Die Diskrepanz zwischen Marketing und Verfügbarkeit

Viele Vergleichsseiten behaupten, Craps sei bei den großen deutsch lizenzierten Anbietern verfügbar. Diese Aussagen lassen sich anhand der GGL-Whitelist und der offiziellen Spielportfolios der Anbieter nicht belegen. Das liegt nicht an mangelnder Recherche der Vergleichsseiten — es liegt daran, dass Craps im deutschen Live-Casino-Markt tatsächlich eine Lücke ist. Die Lizenznehmer für Tischspiele haben Roulette und Blackjack im Pflichtprogramm, Craps nicht.

Wo Craps in Deutschland tatsächlich stattfindet

DIE SPIELBANK ist die einzige Plattform in der Auswahl, die Craps in einem Drittquellenverzeichnis (Artofcraps.com, Besteonlinecasinos.com, Casinospiele.de) gelistet führt. Sie ist staatlich konzessioniert — Erlaubnis erteilt durch das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt am 03.11.2022 — und wird von der Sächsischen Spielbanken-GmbH & Co. KG betrieben. Die Listung dort bedeutet nicht automatisch ein deutschsprachiges Live-Angebot mit deutschem Croupier; sie kann auch ein RNG-Spiel oder ein Live-Stream aus einem internationalen Studio sein, das in das Spielportfolio eingebunden ist. Welche Variante tatsächlich läuft, ist auf der Anbieterseite nicht transparent dokumentiert.

Anbieter im Vergleich: Wer Craps führt, wer nur Slots hat, wer keine Lizenz trägt

Die folgende Tabelle fasst die zentralen Felder zusammen, nach denen sich die Auswahl sortiert: Lizenzstatus, Craps-Verfügbarkeit und das, was an Werbeaktionen für Craps-Spieler tatsächlich gilt. Craps ist ein Tischspiel mit niedrigem Hausvorteil — Werbeaktionen zielen meistens auf Slots, nicht auf Live-Tische.

Anbieter Lizenzstatus (GGL-Whitelist) Craps im Angebot Werbeaktion für Craps-Spieler
JackpotPiraten GGL-Whitelist — Virtuelle Automatenspiele
BingBong GGL-Whitelist — Virtuelle Automatenspiele
DIE SPIELBANK GGL-Whitelist — Slot-Erlaubnis eines Landes Listings-Drittquellen (Artofcraps.com, Besteonlinecasinos.com, Casinospiele.de)
Merkur GGL-Whitelist — Online-Casinospiele-Erlaubnis eines Landes
Tipico Games GGL-Whitelist — Virtuelle Automatenspiele
Wunderino GGL-Whitelist — Virtuelle Automatenspiele
Ice Casino Nicht auf GGL-Whitelist Listings-Drittquellen (games.evolution.com) Einzahlungsbonus mit 40× Rollover, 35× auf Freispielgewinne
Slottica Nicht auf GGL-Whitelist

Die Spalten links und in der Mitte tragen die Fakten; die Spalte rechts ist deshalb oft leer, weil die Werbeaktionen dieser Anbieter für Slots-Boni ausgelegt sind. Ein Craps-Spieler, der einen Live-Tisch-Einsatz plant, findet auf den meisten dieser Plattformen keine passende Aktion. Die Tabelle macht das sichtbar, ohne es zu wiederholen — die Lücke in der rechten Spalte ist die Aussage.

Was die Tabelle nicht zeigt

Die GGL-Whitelist unterscheidet zwischen „Virtuelle Automatenspiele“ und „Online-Casinospiele“. Die erste Kategorie umfasst Slots und ist als bundesweite Genehmigung möglich; die zweite umfasst Tisch- und Live-Spiele und wird von einem einzelnen Land vergeben. Das bedeutet: Ein Anbieter mit Slot-Erlaubnis darf kein Roulette und kein Craps anbieten, auch wenn er „Casino“ im Namen trägt. Diese Trennung ist die wichtigste Information, die die Tabelle nicht zeigen kann — sie steht in den Lizenzbedingungen, nicht in der Spalte. Wer nur auf den Markennamen schaut, sieht nicht, was rechtlich möglich ist.

Anbieter im Detail: Was jeder Name für einen Craps-Spieler bedeutet

Die folgenden Abschnitte gehen die acht Anbieter aus der Tabelle einzeln durch. Das Schema ist jeweils gleich: Lizenz, was an Craps verfügbar ist, was die Aktionen für Craps-Spieler taugen, und eine ehrliche Einschätzung am Ende.

JackpotPiraten – staatlich konzessioniert, aber kein Craps

JackpotPiraten wird von DGGS Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH betrieben und ist in der GGL-Whitelist unter „Virtuelle Automatenspiele“ mit bundesweitem Vertriebsgebiet gelistet. Die Erlaubnis deckt Slots, keine Tischspiele. Craps ist im Spielportfolio nicht ausgewiesen. Der Anbieter gehört zur GGL-Konzession, aber nicht zu den fünf Plattformen mit Online-Casinospiele-Erlaubnis.

Für einen Spieler, der Craps sucht, ist JackpotPiraten die falsche Adresse. Wer auf der Plattform spielt, bekommt eine konzessionierte Slot-Umgebung mit OASIS-Schutz und 1.000 €-Limit, aber kein Craps-Tisch.

BingBong – Schwesterplattform, andere Spielebibliothek

BingBong wird vom gleichen Betreiber DGGS geführt und steht ebenfalls unter „Virtuelle Automatenspiele“ in der GGL-Whitelist. Die RTP-Übersicht listet rund 1.200 Spiele von mehr als 15 Herstellern — ein anderer Spielebestand als bei JackpotPiraten.de, trotz identischem Betreiber. Die Lizenz gilt Slots, nicht Tischspiele. Craps ist nicht ausgewiesen.

Die Bewertung fällt identisch aus: staatlich konzessioniert, aber kein Craps. Wer zwischen den beiden DGGS-Plattformen wählt, wählt nach Spielgeschmack und Treueprogramm, nicht nach Craps-Verfügbarkeit.

DIE SPIELBANK – die einzige staatlich konzessionierte Adresse mit Craps-Listung

DIE SPIELBANK wird von der Sächsischen Spielbanken-GmbH & Co. KG betrieben, mit Erlaubnis des Landesverwaltungsamts Sachsen-Anhalt seit 03.11.2022. Die Plattform ist in der GGL-Whitelist unter Slot-Erlaubnis eines Landes geführt — also nicht unter Online-Casinospiele, sondern unter Slots. Drei Drittquellen — artofrcraps.com, Besteonlinecasinos.com und Casinospiele.de — listen Craps im Spielportfolio.

Die Diskrepanz zwischen Lizenz (Slots) und Listung (Craps) lässt sich nur auflösen, wenn man die Plattform selbst besucht. Möglich ist ein RNG-Craps-Spiel oder ein eingebundener Live-Stream aus einem internationalen Studio, das unter der Slot-Lizenz geführt wird. Möglich ist auch, dass die Listung veraltet ist. Ohne eine Bestätigung der Plattform selbst bleibt das ein offener Punkt. Für einen Craps-Spieler ist DIE SPIELBANK die einzige Adresse in der Auswahl, an der eine Craps-Verfügbarkeit überhaupt belegt ist, wenn auch über Drittquellen und ohne Bestätigung der Spielform.

Merkur – Tischspiel-Erlaubnis eines Landes, Craps nicht im Portfolio

Merkur Bets Malta Limited führt die GGL-Whitelist unter „Online-Casinospiele“ mit Zuständigkeit Schleswig-Holstein. Das ist die Tischspiel-Erlaubnis, die Craps ermöglichen würde. Im Sortiment sind Roulette und Blackjack, kein Craps. Die Plattform ist für Craps-Spieler irrelevant — die Lizenz deckt das Spiel, das Portfolio tut es nicht.

Tipico Games – Slot-Erlaubnis, kein Craps

Tipico Games Limited führt die GGL-Whitelist unter „Virtuelle Automatenspiele“. Das Tipico-Spielportfolio, das viele Nutzer mit der Marke verbinden, ist eine Slot-Plattform; Craps ist nicht enthalten. Wer bei Tipico Craps sucht, sucht am falschen Ort.

Wunderino – Slot-Erlaubnis, kein Craps

Megapixel Entertainment Limited betreibt Wunderino unter „Virtuelle Automatenspiele“ in der GGL-Whitelist. Wie bei Tipico Games handelt es sich um eine Slot-Plattform; Craps ist nicht ausgewiesen. Die deutsche Erlaubnis steht, das Sortiment deckt das gesuchte Spiel nicht.

Ice Casino – Offshore, kein deutscher Schutz, aber Craps im Portfolio

Ice Casino wird laut Anbieterangabe von WhiteBox B.V. mit Sitz in Curaçao betrieben (Company Number 155412). Die Plattform ist nicht in der GGL-Whitelist geführt — kein deutsches Permit, kein Anschluss an OASIS oder LUGAS. Craps ist über games.evolution.com als verfügbares Spiel gelistet. Für Werbeaktionen nennt der Anbieter einen Einzahlungsbonus mit 40× Rollover und 35× Rollover auf Freispielgewinne.

Die Lage ist eindeutig: Ice Casino bietet Craps an, aber nicht in der deutschen Lizenzarchitektur. Spieler mit Wohnsitz in Deutschland spielen dort ohne 1.000 €-Limit, ohne OASIS-Schutz und ohne LUGAS-Sperre. Der 40× Rollover auf den Bonus ist eine Größe, die für Slot-Spieler normal, für Craps-Spieler ungewöhnlich ist — Craps-Einsätze zählen je nach Anbieter und Aktion unterschiedlich zum Rollover.

Slottica – Offshore, kein Craps im Portfolio

Atlantic Management B.V. mit Sitz in Curaçao betreibt Slottica unter der Lizenz OGL/2024/1060/0472. Die Plattform ist nicht in der GGL-Whitelist geführt. Craps ist im Spielportfolio nicht ausgewiesen. Slottica ist für einen Craps-Sucher hier nur als Datenpunkt relevant, nicht als Adresse.

Wettumsatz und Bonus-Kosten: Was die Anbieter verschenken — und was es kostet

Die Werbeaktionen in der Auswahl sind überwiegend auf Slots zugeschnitten. Craps-Einsätze zählen je nach Anbieter und Aktionsbedingungen vollständig, teilweise oder gar nicht zum Rollover. Das ist der Punkt, an dem der Bonus vom Geschenk zur Belastung wird — und wo die Auswahl zwischen Angeboten kippt.

Rechenbeispiel Ice Casino: 100 € Bonus, 40× Rollover

Ein typischer Einzahlungsbonus bei Ice Casino liegt nach Anbieterangabe bei 100 € mit 40× Rollover auf den Bonus. Rechnerisch ergibt das:

Die 6,7 Stunden sind eine grobe Schätzung — Pausen, Entscheidungszeit, Würfelphasen ohne aktive Wette sind nicht eingerechnet. Es ist das untere Ende der Zeit, die ein Spieler braucht, um den Bonus freizuspielen. Der Hausvorteil auf der Pass-Line liegt bei 1,41 %; auf Prop-Wetten weit höher. Wer die 4.000 € Umsatz ausschließlich über Pass-Line abwickelt, verliert statistisch etwa 56 €. Wer Any Seven oder andere Prop-Wetten einbaut, verliert mehr.

Die Spanne ist breit, und genau das ist der Punkt: Ohne disziplinierte Wettauswahl kostet ein 100 €-Bonus den Spieler mehr, als er einbringt. Das gilt für jede Plattform mit Rollover-Mechanik, nicht nur für Ice Casino.

Warum die Rollover-Bedingungen über das Craps-Erlebnis entscheiden

Ein Craps-Tisch hat einen niedrigen Hausvorteil auf Pass-Line und Odds, einen drastisch höheren auf Prop-Wetten. Ein Rollover, der Craps-Einsätze zu 100 % anrechnet, kostet bei disziplinierter Wettauswahl wenig. Ein Rollover, der Craps-Einsätze zu 10 % anrechnet, zwingt den Spieler zu 36.000 € statt 4.000 € Umsatz. Die Bedingungen lesen sich wie eine Fußnote, entscheiden aber, ob ein Bonus 6 oder 60 Stunden Arbeit ist.

Die Tabelle in der Auswahl zeigt die Rollover-Mechanik nur für Ice Casino, weil nur dort belastbare Quellen vorliegen. Für die anderen Anbieter gilt: Wer einen Bonus annimmt, sollte prüfen, welche Spiele zum Rollover zählen und in welcher Höhe.

Rechtslage: Was in Deutschland erlaubt ist und was nicht

Die deutsche Glücksspielregulierung ist zweistufig aufgebaut, und Craps fällt in eine Lücke, die für Spieler schwer zu durchschauen ist.

Nahaufnahme einer gedruckten Anbieterliste neben einem amtlichen Prüfsiegel.
Die GGL-Whitelist verzeichnete zum Stand 07.09.2026 insgesamt 166 Einträge, davon 34 unter virtuelle Automatenspiele.

Die zwei Erlaubniskategorien

Die GGL unterscheidet zwischen „virtuellen Automatenspielen“ und „Online-Casinospielen“. Die erste Kategorie wird von der GGL selbst vergeben und gilt bundesweit. Die zweite Kategorie wird von einem einzelnen Bundesland vergeben und ist auf das jeweilige Land oder eine definierte Gruppe von Ländern beschränkt.

Die Whitelist führt unter g-id 3 „Online-Casinospiele“ nur fünf Einträge, alle auf Landesebene. Keine dieser Erlaubnisse deckt Craps automatisch — die Plattformen können Craps anbieten, weil ihre Erlaubnis Tischspiele einschließt, sind aber nicht verpflichtet, das Spiel tatsächlich ins Portfolio zu nehmen.

Was nicht erlaubt ist

Anbieter ohne GGL-Erlaubnis oder ohne Land-Erlaubnis dürfen in Deutschland keine Glücksspiele anbieten. Für die Spieler ist die Rechtslage weniger eindeutig: Die Teilnahme an nicht erlaubtem Glücksspiel ist nach § 285 StGB eine Straftat, die mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe geahndet werden kann. In der Praxis verfolgt die GGL die Anbieter, nicht die Spieler — die Strafnorm ist eine Abschreckungsklausel, kein Vollzugsautomatismus. Das ändert nichts daran, dass Offshore-Casinos in Deutschland kein zugelassenes Angebot sind.

Limits und Spielregeln

Seit 1. Juli 2026 gilt ein gestaffelter Spieleinsatz für virtuelle Automatenspiele: 1 € Basis für jeden Spieler, 3 € für Spieler ab 21 Jahren, 5 € für Spieler ab 21 Jahren nach einer 90-tägigen Qualifikationsphase. Die Anhebung ist optional für den Anbieter und gilt bis 31. Dezember 2027. Das monatliche Einzahlungslimit liegt bei 1.000 €, das anbieterübergreifend wirkt. Die 5-Sekunden-Mindestdauer zwischen Spielen ist eine langjährige GlüStV-2021-Regel und nicht Teil der 2026-Änderung.

Diese Limits gelten für virtuelle Automatenspiele. Für Craps als Tischspiel greifen sie nicht in derselben Form — das 5-Sekunden-Intervall ist auf Slots zugeschnitten, das 1.000 €-Limit gilt aber für alle Spiele additiv.

Steuern und Zahlungen

Die 5,3 %-Steuer auf virtuelle Automatenspiele gilt nicht für Tischspiele. Gewinne aus Glücksspiel sind für Gelegenheitsspieler grundsätzlich steuerfrei. Kryptowährungen fallen unter § 23 EStG, sind nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei. Lizenzierte Anbieter akzeptieren ausschließlich Zahlungen von Konten, die auf den Namen des Spielers lauten, über EU-regulierte Zahlungsdienstleister — anonyme Zahlungen einschließlich Kryptowährungen sind ausgeschlossen.

Der Kanalisierungsgrad

Der Tätigkeitsbericht 2025 der GGL beziffert den nicht regulierten Anteil am Online-Glücksspielvolumen für 2024 mit 23 %, was einer Kanalisierungsquote von 77 % entspricht. Die GGL weist ausdrücklich darauf hin, dass für 2025 keine eigenständigen Kennzahlen zur Größe des illegalen Marktes vorliegen. Diese Zahl erklärt, warum die Frage nach „legalen Craps-Casinos in Deutschland“ nicht trivial ist: Drei von zehn eingezahlten Euro landen in einem nicht regulierten Kanal.

Marktdaten und Volumen: Wo das Geld fließt

Die GGL veröffentlicht Quartalszahlen zum Online-Glücksspielmarkt, die ein Bild der Größenordnung zeichnen — auch wenn Craps darin nicht eigens ausgewiesen ist.

Spieleinsätze Q1 und Q2 2026

Im ersten Quartal 2026 lagen die Spieleinsätze bei virtuellen Automatenspielen bei 1.201 Mio. €, im zweiten Quartal bei 1.214 Mio. €. Das ist der dominante Posten im lizenzierten Online-Glücksspielmarkt. Craps als Live- oder RNG-Tischspiel fällt in die Kategorie Online-Casinospiele, deren Volumen die GGL nicht in derselben Granularität ausweist.

Die schmale Whitelist

Die GGL-Whitelist umfasst zum Stand 07.09.2026 166 Einträge. Davon entfallen 34 auf virtuelle Automatenspiele, 27 auf Sportwetten und 5 auf Online-Poker. Unter Online-Casinospiele finden sich nur 5 Einträge — der gesamte Tischspielmarkt in Deutschland passt in eine Hand. Diese Knappheit ist der Grund, warum Craps auf einem so engen Spielfeld stattfindet.

Die fehlende schwarze Liste

Die GGL führt keine schwarze Liste. Die einzige belastbare Aussage über „Marke X ist nicht lizenziert“ ist die Feststellung, dass die Marke nicht in der Whitelist geführt ist. Eine direkte Aussage „X ist illegal“ liefert die GGL selbst nicht. Die Whitelist ist Positivliste, kein Verbotsverzeichnis.

Was ein Craps-Spieler aus dieser Seite mitnehmen sollte

Diese Seite hat vier Punkte offen gelegt, die für die eigene Entscheidung eines Lesers zählen:

Erstens: Craps ist in Deutschland ein Nischenspiel. Die einzige staatlich konzessionierte Adresse mit einer Craps-Listung in Drittquellen ist DIE SPIELBANK — und auch dort ist die Spielform (RNG, Live, eingebundener Stream) nicht aus den Quellen ablesbar. Die Hoffnung, Craps „einfach so“ bei einem großen deutschen Anbieter zu finden, ist aus den Daten nicht tragbar.

Zweitens: Wer auf einer Offshore-Plattform spielt, verzichtet auf jede Schutzarchitektur. Die 1.000 €-Anbietergrenze, OASIS-Sperren, LUGAS-Sperren — alles gilt nur in der Whitelist. Das ist keine moralische Frage, sondern eine Information über das eigene Risiko.

Drittens: Craps hat den niedrigsten Hausvorteil aller Tischspiele, wenn der Spieler bei Pass-Line und Odds bleibt. Wer auf Prop-Wetten ausweicht, gibt diesen Vorteil auf. Die Mechanik des Spiels belohnt Disziplin.

Viertens: Werbeaktionen sind auf Slots zugeschnitten. Das 40×-Rollover bei Ice Casino ist eine Größenordnung, die nur dann vertretbar ist, wenn die Craps-Einsätze vollständig zum Rollover zählen. Die Bedingungen lesen sich wie eine Fußnote, entscheiden aber über die Zeit und den Verlust, die ein Bonus tatsächlich kostet.

Häufig gestellte Fragen

Ist Craps in deutschen Online-Casinos legal spielbar?

Craps fällt unter die Kategorie „Online-Casinospiele“, die in Deutschland von einem Bundesland vergeben wird. Die GGL-Whitelist führt unter dieser Kategorie nur fünf Einträge. Craps ist auf keiner dieser fünf Plattformen als verfügbar ausgewiesen, mit Ausnahme von DIE SPIELBANK, wo Drittquellen eine Listung angeben. Offshore-Plattformen, die Craps führen, sind nicht in der Whitelist geführt.

Wann gewinnt die Pass-Line-Wette beim Come-Out-Wurf sofort?

Beim Come-Out-Wurf gewinnt die Pass-Line-Wette sofort bei einer 7 oder 11. Diese Würfelkombinationen werden „Natural“ genannt und zahlen 1:1 aus.

Bei welchen Würfelzahlen verliert die Pass-Line-Wette sofort?

Beim Come-Out-Wurf verliert die Pass-Line-Wette sofort bei 2, 3 oder 12. Diese Würfe werden als „Craps“ bezeichnet. Bei allen anderen Zahlen wird der Point gesetzt und die Runde geht in die Point-Phase über.

Was bedeutet der Begriff Come-Out-Wurf beim Craps?

Der Come-Out-Wurf ist der Eröffnungswurf jeder Runde, bevor ein Point gesetzt ist. Auf ihn folgt entweder ein Natural (7 oder 11), ein Craps (2, 3 oder 12) oder die Festlegung eines Points (4, 5, 6, 8, 9 oder 10).

Gibt es Craps als Live-Tisch in deutschen Online-Casinos?

Die GGL-Whitelist umfasst zum Stand 07.09.2026 166 Einträge, davon 34 unter virtuelle Automatenspiele. Unter „Online-Casinospiele“ sind nur 5 Einträge geführt. Ein Live-Craps-Tisch auf einer dieser fünf Plattformen ist aus den vorliegenden Quellen nicht belegt. Evolution Gaming listet Craps als Live-Spiel; eine deutsche Plattform, die diesen Stream einbindet, ist aus den Daten nicht ablesbar.

Welche Grundwetten gibt es beim Craps neben der Pass-Line?

Neben der Pass-Line gibt es Don’t-Pass, Come, Don’t-Come, Place-Wetten auf 4, 5, 6, 8, 9 oder 10, Odds hinter Pass/Come sowie Prop-Wetten wie Any Seven, Any Craps und Hardways. Pass/Don’t-Pass und Come/Don’t-Come tragen den niedrigsten Hausvorteil zwischen 1,36 % und 1,41 %. Odds hinter Pass/Come haben einen Hausvorteil von 0 %.

Erstellt von der Redaktion von „Auslandscasinos Info”.

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